Brillenglasbestimmung/Sehtest

Visus ist der lateinische Begriff für Sehschärfe. Als Visus bezeichnet man die Fähigkeit des Auges, Dinge scharf zu erkennen, also das Auflösungsvermögen des Sehorgans. Der Visus hat also nicht direkt mit Abbildungsfehlern zu tun, sondern mit der Anzahl der Sinneszellen. Diese ist genetisch bedingt und lässt sich nicht künstlich durch Augentraining oder gezielte Ernährung steigern. Der normale Visus ist altersabhängig und liegt bei einem sehr jungen Menschen oft über 1,0.

Das menschliche Auge ist ein sensibles Organ. Es kommt häufig vor, dass es nicht einhundertprozentig justiert ist. Dann können die visuellen Bilder nicht scharf wahrgenommen werden. Die häufigsten Ursachen für unscharfes Sehen sind das Vorliegen einer Fehlsichtigkeit, also einer Kurz-, einer Weit und/oder einer Stabsichtigkeit. Diese Fehlsichtigkeiten beruhen in der Regel auf einem Missverhältnis der anatomischen Gegebenheiten der Hornhaut, der Linse und der Augenlänge. Bei Kurz- und Weitsichtigkeit handelt es sich wie auch beim Astigmatismus um brechungsbasierte Fehlsichtigkeiten, die mit einer Sehhilfe korrigiert werden können.

Bei jedem Menschen verliert die natürliche Augenlinse mit der Zeit Ihre Elastizität. Etwa ab dem 40. bis 50. Lebensjahr wird das Lesen in der Nähe immer schwieriger – diesen Prozess nennt man Akkommodationsverlust, man spricht von Alterssichtigkeit oder umgangssprachlich von Altersweitsichtigkeit. Es kann nicht mehr optimal zwischen Nah- und Fernsicht gewechselt werden. Diese Alterssichtigkeit ist keine Krankheit, sondern ein physiologischer Alterungsprozess der alle Menschen betrifft und stellt einen natürlichen Funktionsverlust aufgrund der Alterung dar.