Augenvorsorge

Regelmäßige augenärztliche Untersuchungen helfen, ein gutes Sehvermögen in allen Lebensabschnitten zu erhalten. Das Sehvermögen ändert sich bei jedem Menschen im Laufe seines Lebens.

Das Sehen bedrohende Augenerkrankungen im Kindesalter sind beispielsweise ein unerkanntes Schielen oder unerkannte Fehlsichtigkeiten. Diese führen oft zu einer irreversiblen lebenslangen Sehschwäche (sog. „Amblyopie“). Generell haben viele rechtzeitig erkannte Sehstörungen und Augenerkrankungen eine bessere Prognose.

Ein im Jugendalter und in der Adoleszenz sich entwickelnder Keratokonus ist ein Paradebeispiel in diesem Kontext. Unerkannt und unbehandelt droht einem Teil dieser Augen mit Keratokonus im weiteren Verlauf die Durchführung einer Hornhauttransplantation. Rechtzeitig erkannt und mittels kornealem Crosslinking (einem etablierten, einfachen und komplikationsarmen Verfahren) stabilisiert, haben Augen mit Keratokonus eine gute Prognose hinsichtlich der Entwicklung des Sehens.

Im mittleren Lebensalter bedrohende Augenerkrankungen sind z.B. ein unerkannter grüner Star oder eine diabetische Retinopathie bei Typ 1 Diabetikern. Diese verlaufen im Anfangsstadium unauffällig und schmerzlos und werden erst in einem sehr fortgeschrittenen Stadium symptomatisch, zu einem Zeitpunkt,zu dem meist schon ein irreparabler Schaden eingetreten ist. In höherem Lebensalter finden sich neben grauem und grünem Star insbesondere Makulaerkrankungen wie z.B. die altersbedingte Makuladegeneration (AMD). Bei der feuchten Form der AMD ist eine frühzeitige Diagnose und zeitnahe Therapieeinleitung entscheidend für den weiteren Verlauf und die Prognose. Wir empfehlen bei Erwachsenen grundsätzlich regelmäßige augenärztliche Vorsorgeuntersuchungen ab dem 40. Lebensjahr, vorausgesetzt es liegen keine familiären Belastungen vor.