Kurzsichtigkeit

Wenn Sie an Kurzsichtigkeit (Myopie) leiden, fällt das Betrachten eines Objektes in der Ferne schwer, es ist unscharf und verschwommen. Kurzsichtige Menschen können Dinge in der Nähe aber problemlos erkennen.

Als Kurzsichtiger hat man eine negative Dioptrienzahl. Ursache für diese Fehlsichtigkeit ist in den meisten Fällen ein zu langes Auge und/oder eine zu hohe Brechkraft der Hornhaut. Das Licht bündelt sich nicht an der Netzhaut, sondern der Brennpunkt entsteht noch vor der Netzhaut. Dadurch wird auf der Netzhaut selbst nur ein verschwommenes Bild abgebildet, wenn man in die Ferne schaut. Mit Brille oder Kontaktlinsen wird das Licht so zerstreut, dass es richtig auf die Netzhaut trifft. Kurzsichtigkeit betrifft in Deutschland etwa ein Viertel der Bevölkerung.

Weitsichtigkeit

Bei Weitsichtigkeit (Hyperopie) handelt es sich um einen Brechfehler des Auges, bei dem entweder das Auge zu kurz und/oder die Brechkraft der Hornhaut zu gering ist.

Der Brennpunkt liegt also hinter der Netzhaut, anstatt auf ihr. Je näher sich ein Objekt am Auge befindet, desto verschwommener sieht man es. Stark weitsichtige Menschen sehen weder in der Nähe noch in der Ferne scharf. Als Weitsichtiger hat man eine positive Dioptrienzahl. Die Weitsichtigkeit betrifft in Deutschland etwa ein Drittel der Bevölkerung im mittleren Lebensalter.

Stabsichtigkeit

Bei einem normal sehenden Auge ist die Hornhaut so geformt, dass Lichtstrahlen symmetrisch gezielt gebündelt und auf den Punkt des schärfsten Sehens in der Netzhautmitte gelenkt werden.

Bei einer Hornhautverkrümmung (auch Astigmatismus oder Stabsichtigkeit) entspricht die Form der Hornhaut nicht der eines runden Balls, sondern der eines Rugbyballs, so daß das Licht nicht mehr gezielt gebündelt werden kann und horizontal einfallende Lichtstrahlenbündel anders als vertikal einfallende Lichtstrahlenbündel gebrochen werden. Statt einem Brennpunkt entstehen zwei Brennlinien, die auch aussehen wie Stäbchen. Deswegen nennt man Astigmatismus auch Stabsichtigkeit. Astigmatismus betrifft in Deutschland etwa ein Drittel aller Menschen im mittleren Lebensalter.

Alterssichtigkeit

Bei jedem Menschen verliert die natürliche Augenlinse mit der Zeit Ihre Elastizität. Etwa ab dem 40. bis 50. Lebensjahr wird das Lesen in der Nähe immer schwieriger – diesen Prozess nennt man Akkommodationsverlust, man spricht von Alterssichtigkeit oder umgangssprachlich auch von Altersweitsichtigkeit.

Es kann nicht mehr optimal zwischen Nah- und Fernsicht gewechselt werden. Diese Alterssichtigkeit ist keine Krankheit, sondern ein physiologischer Alterungsprozess der alle Menschen betrifft und stellt einen natürlichen Funktionsverlust aufgrund der Alterung dar.

Welche Behandlung kommt für mich infrage ?

Haben Sie den Wunsch nach einer Unabhängigkeit von einer Brille oder Kontaktlinsen beraten wir Sie gerne hinsichtlich operativer Möglichkeiten. Ob und welches OP Verfahren möglich ist, hängt von Ihren Brillenwerten, Ihrem Lebensalter, Ihren anatomischen Augengegebenheiten, Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand, Ihren Lebensumständen und Ihrer Erwartungshaltung ab.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass es grundsätzlich nicht ein bestes Verfahren an sich gibt, sondern das für Sie im individuellen Einzelfall am besten geeignete Verfahren. Stehen nach einer sorgfältigen Diagnostik und Voruntersuchung mehrere Verfahren zur Auswahl, erörtern wir jeweilige Vor- und Nachteile und legen gemeinsam Ihre Operationstechnik fest. Da sich nicht jedes Auge für einen refraktiven Eingriff eignet, kann das Ergebnis auch sein, daß für Sie aktuell kein Operationsverfahren infrage kommt.